d@DK: doggy at Designskolen Kolding

Philipp Arlt, geboren am 10.07.1983, bloggt hier über sein Auslandssemester an der Designskolen Kolding, Dänemark.

Begleitet wird er von Miriam and Johannes, die ebenso wie er den Studiengang Informationstechnologie und Gestaltung, internationales Studium an der FH Lübeck besuchen.

Das Abenteuer im Land von Pölser, Olsen-Bande und Meerjungfrauen beginnt am Anfang September 2007.


Außentemperatur 8°, Regen, Wind – klingt nicht sehr gemütlich? Und wie! Das perfekte Wetter zum Abgrillen. Und genau das haben wir gestern Abend auch gemacht. Basti und Any haben sich für eine Woche ein Haus in Dänemark gemietet. Zufälligerweise (?) nur 30 km von Kolding entfernt. Was liegt da also näher, als die drei Grills un drei Terrassen zum Abgrillen zu nutzen.

Making sense of complexity: Lambi 2 Go

Aber vor dem Spaß standen die Präsentationen des “Making sense of complexity”-Projektes. Lief eigentlich auch bestens, wenn man denn mal davon absieht, dass Joes Gruppe ihn einfach nicht bei der Präsentation hat mitmachen lassen. Komische Leute.

Zumindest bei mir lief alles gut. Idee wurde gelobt, Produkt wurde gelobt, Präsentation wurde gelobt. Alles bestens. Schade war nur, dass die Zusammenarbeit nicht wirklich geklappt hat. Wie schon berichtet hatte ich die internationalste Gruppe (Isländer, Slowakin, Deutscher) erwischt, doch das war nicht der Grund für die Probleme. Während Olafur lieber den ganzen Tag Software verteilt und sich über RAM unterhält hält Monika “bei Google nach Bildern von ähnlichen Produkten suchen” für Ideenfindung. Großartig. Na ja, letztendlich haben wir dann aus meinen drei Ideen eine große gebaut.

Unser neues Produkt ist quasi ein “Notfall”-Packet für öffentliche Toiletten, so dass man die Toilette säubern kann und qualitativ vernünftiges Toilettenpapier hat. Das ganze Paket ist wieder verschließbar und lässt sich sogar an Wände oder Kleidung heften.

Lambi 2 Go Prototyp. Neben diesem 3D-Modell (rechts aufgeklappt) gibt es auch noch ein funktionierendes Modell. (21.09.)

Jetzt mag der ein oder andere denken: “Was machen die denn eigentlich da oben? Ich dachte die arbeiten sonst nur mit digitalen Inhalten?!?” – Oh ja, das gleiche haben wir anfangs auch gedacht. Es ist schon ein komisches Gefühl wenn man es gewohnt ist nur mit Bits und Bytes zu hantieren und man dann auf einml zwei Wochen lang sich mit Toilettenpapier oder Pflastern auseinandersetzen zu hat. Aber im Laufe des Projektes haben wir voll mitbekommen worum es geht: “Making sense of complexity”, wie der Titel es schon sagt.

Ich denke man kann die Komplexität einer Designentscheidung bei weitem besser bewerten, wenn es ein Produkt ist mit dem man sich noch niemals zuvor auseinander gesetzt hat. Und das hat einfach super geklappt.

Abgrillen mit Basti und Any

Gegen 16:00 Uhr kamen Basti und Any nach Kolding. Das war zwar früher als erwartet (Miriam und Joe waren gerade unterwegs nach Hause) doch auch gut. Ich habe noch schnell meine Digitale Verfahren-Aufgabe beendet, den anderen beiden Bescheid gesagt und schon ging es los.

Nach ein paar … äääh, nennen wir es unfreiwilligen Umwegen und einer somit verbundenen Stadtrundfahrt hatten wir dann alle eingesammelt und fuhren zu dem Haus der beiden. Das Haus lag in Vikærparken und das ist nur 500 m von der Ostsee entfernt. Großartig. Und der Rest des Hauses war genauso. Drei Terrassen, drei Grills, Sauna, mehrere Schlafzimmer. Und das alles für 275 €.

Nachdem der Grill in Gang war und Joe seine Grill- und ich meine Salat-Künste rausgeholt hatten haben wir dann erstmal gegessen: Hähnchen, Pute, Schwein, Rind, Würste, Salat, eigenes Dressing und, und, und – klingt gut? War es auch. Und noch ‘ne Ecke besser; und vor allem lustiger.

Miriam macht aus “Eier ins Wasser legen” eine Wissenschaft. (21.09.)Basti versucht den Grill in Gang zu bringen (auch das sah mehr nach einem kompliziertem wissenschaftlichen Projekt aus) (21.09.)

Danach haben wir noch ein bisschen Poker gespielt (so an die drei Stunden) und sind dann irgendwann gegen 01:00 Uhr wieder in Kolding gewesen. Joe und Miri waren dann müde und sind dann nach Hause gefahren , während ich noch auf ‘ner Hausparty war. Toller Abend.