d@DK: doggy at Designskolen Kolding

Philipp Arlt, geboren am 10.07.1983, bloggt hier über sein Auslandssemester an der Designskolen Kolding, Dänemark.

Begleitet wird er von Miriam and Johannes, die ebenso wie er den Studiengang Informationstechnologie und Gestaltung, internationales Studium an der FH Lübeck besuchen.

Das Abenteuer im Land von Pölser, Olsen-Bande und Meerjungfrauen beginnt am Anfang September 2007.


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Gestern gab es die Abschlusspräsentationen unserer LEGO-Projekte. Einwöchige Projekte sind immer zu kurz. Das gilt natürlich ganz besonders für ein LEGO-Projekt.

Das Büffet ist eröffnet. Nachdem Søren und Glenn und gebrieft hatten durften wir endlich die Kisten stürmen. (03.12.)

Der erste Tag bestand eigentlich nur aus dem Briefing und Spielen. Unglaublich. Da sitzen zehn Leute zwischen 24 und 30 herum und machen einen ganzen Tag nichts anderes als mit LEGO spielen. (Na, okay ‘nen bisschen überlegt wurde auch, aber … ihr wisst schon). Joe und ich haben uns den ganzen Nachmittag damit beschäftigt Kampfroboter aus LEGO Mindstorms zu bauen. Ist schon echt cool, man so alles machen kann.

Hier zerhackt mein erster Mindstorms Warbot gerade Joes ersten. HARR HARR HARR (Joes Baukünste haben sich übrigens schnell verbessert) (03.12.)

Um kurz unsere Aufgabe zu umreißen sei gesagt, dass wir ein interaktives Spielzeug für Vorschul-Kinder erschaffen sollten. Wie auf den Fotos zu erkennen hat Joe seine kuschelige Seite rausgeholt und mit Stefan (graphic department) eine 40 cm große LEGO-Figur erschaffen, die auf der einen Seite kuschelig ist, aber auf der anderen Seite auch Musik abspielen kann und so das Rhythmus-Gefühl verstärken soll. – eigentlich ganz cool, aber leider zu weit von LEGO entfernt. Das meinte auch LEGOs Marketing-Chef Søren, der meinte: “Finde ich sehr schön, aber das werden wir NIEMALS machen.” BAM!!! Plüsch und Bausteine passen halt einfach nicht zusammen. Und bei LEGO gehe es nun mal um Bausteine.

Das nenn’ ich Arbeitsatmosphäre! (04.12.)

Um Bausteine ging es dann aber in meinem Projekt. Ich durfte mal wieder mit Olafur zusammenarbeiten. Glenn meinte, dass unsere Grundideen gut miteinander verknüpfbar seien und so haben wir versucht unsere Konzepte zu mixen. Und tatsächlich entwickelten wir dann eine ziemlich coole Idee. Wir haben eine Decke entwickelt, die mittels Sensoren das aktuelle Spielgeschehen analysiert und dem Kind Ideen und Vorschläge geben kann. Diese Ideen sollten dann dafür sorgen, dass das Kind ein Gefühl für Zahlen, die Uhrzeit und Mengenverhältnisse erhält.

Um das ganze dann noch abzurunden haben wir einen Modus für den US-Markt eingebaut, bei dem die Eltern ihre Kinder analysieren und überwachen können. Das kam auch ziemlich gut an. Das einzige Problem was unser Produkt hatte war das gleiche wie bei jedem anderer meiner Projekte hier in Kolding: Zu viel, zu ambitioniert und vor allem zu viel zu moderne Technologie und damit viel zu teuer für ein Spielzeug. Aber hey, wozu gibt es Technologie und Gadgets? *g* Und runterschrauben kann man das Konzept ja immer noch.

Drei Freunde … Joe, ich und Joes LEGO Musicalfriend Dummy (05.12.)Hier gibt es den Musicalfriend noch mal in meiner Ceasar Special Edition (05.12.)