d@DK: doggy at Designskolen Kolding

Philipp Arlt, geboren am 10.07.1983, bloggt hier über sein Auslandssemester an der Designskolen Kolding, Dänemark.

Begleitet wird er von Miriam and Johannes, die ebenso wie er den Studiengang Informationstechnologie und Gestaltung, internationales Studium an der FH Lübeck besuchen.

Das Abenteuer im Land von Pölser, Olsen-Bande und Meerjungfrauen beginnt am Anfang September 2007.


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Ja, wir haben es tatsächlich geschafft. Nachdem unsere dänischen Freunde es tatsächlich geschafft haben neue Gruppen zu bilden konnten Joe und ich zum Bahnhof und Richtung Deutschland aufbrechen.

Clever, wie wir nun mal sind haben wir uns natürlich den ersten Tag des GDL-Streikes ausgesucht. Doch glücklicherweise wurden wir verschont. Ganz im Gegenteil hatten wir sogar überaus nette Zugbegleiter. Sowohl der dänische, als auch der deutsche waren super nett. – Vielleicht haben die arbeitswilligen Bahnmitarbeiter etwas in den Tee bekommen, damit sie die gestressten Gäste aushalten … wer weiß das schon.

In Schleswig trennten sich dann unsere Wege. Joe fuhr weiter nach Grevesmühlen und ich weiter nach Husum. Dort angekommen wurde ich abgeholt und direkt ins Schwimmbad weiter verfrachtet. Und dort haben Jenny und ich dann ungefähre eineinhalb Stunden uns von Wasserstrahlen massieren lassen. SO hat ein Tag zu enden.

Ich muss ja schon zugeben, dass ich etwas neidisch auf Merles Gameboy Advance war, doch dann … (16.11.)… habe ich meinen Gameboy geholt und ihr gezeigt, was man alles mit einem Emulator anstellen kann. Kleine Mädchen: kleine Gameboys – große Jungs: große Gameboys (16.11.)Und so sieht Bügeln aus, wenn man den Tisch nicht einstellen kann. Macht bestimmt erst bei zehn Hemden richtig Spaß :) (17.11.)

Nachdem wir uns Freitag einen ruhigen Tag gemacht haben (an dessen Ende mal wieder der unvermeidbare „Jennifer ist Sieger beim Pochern“-Teil anstand) stand am Samstag Merles Geburtstag an. Wie das so in Husum ist, war natürlich die ganze Familie eingeladen. Und es kamen natürlich auch alle. Und es kam eine zehn Pfund Ente, die wir natürlich nicht am Leben lassen konnten.

Bis dahin war der Tag auch noch recht ruhig, doch dann begannen die ganzen kleinen Kinder (sechs Kinder unter Sieben) uns als Spielzeuge, bzw. Klettergerüste zu missbrauchen. Nach ein paar Stunden waren Jenny und ich dann mindestens genauso erschöpft wie die Kleinen selbst.

Also versuchten wir es mit ruhigeren Sachen und haben ein paar Geschichten vorgelesen. Geschichten aus einem Jesus- und aus einem Monsterbuch. Gute Mischung, oder?

Nachdem Abendessen konnten wir uns dann irgendwann davon schleichen und entschieden uns dann ins Kino zu gehen. „American Gangster“ sollte es sein und ich kann den Film absolut weiter empfehlen. Ridley Scott führt Regie. Denzel Washington und Russel Crowe spielen die Hauptrollen. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Absoluter Topfilm auf DVD-Kauf-Niveau.

Alles in allem ein Top Wochenende. Hat super Spaß gemacht und nun „freue“ ich mich auf meine neue Gruppe in Dänemark. Mal schauen was dabei rauskommt.


Gruppenbildung auf dänisch

15.11.2007 – 18:04 Kommentare: 0

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Unser aktuelles Projekt dreht sich um Bekannt- und Sichtbarkeit für den weltweit größten Pumpenhersteller Grundfos.  Da ich die ersten beiden Tage noch in Deutschland war und Joe mit seiner Gruppe nicht klar kam, haben wir mittwochs einfach mal eine neue Gruppe gegründet. Und das lief dann auch richtig gut. Wir hatten zwar im Endeffekt weniger Zeit als die anderen, aber unser Ergebnis kam ziemlich gut an.

Nur kam Andrew auf die Idee neue Gruppen zu gründen. Und wie wir wissen ist das hier in Dänemark immer so eine Sache: bei unserem ersten Projekt („Making sense of complexity“) hat es knappe zwei bis drei Stunden gedauert. Also waren wir neugierig wie lange die Dänen diesmal brauchen würden.

Und es kam tatsächlich genau wie befürchtet. Andrew verließ den Raum und ließ uns mal machen. Und was dann passiert ist war ein Sammelsurium an Eitelkeiten und Verplantheit. Jeder sah alles anders. Jeder wollte seinen Bereich verteidigen. Vorher hieß es noch, dass es jetzt um die Professionalität gehe sich von persönlichen Gefühlen zu trennen. Sage und schreibe zweieinhalb Stunden später hatten wir (oder besser gesagt: die, denn Joe und ich standen kopfschüttelnd im Hintergrund) es dann tatsächlich geschafft. Es gab neue Gruppen.

Nach dieser gefühlten Ewigkeit habe ich dann Andrew getroffen und zu ihm gemeint, dass er die Schlacht verpasst habe. Da meinte er nur breitgrinsend: „Jaaaa! Das war strategisch …“ Narf …


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Whaaaaa … ich versuche seit Tagen verzweifelt ein Bahnticket von Kolding nach Husum und zurück zu erstehen. Das sieht auf dem ersten Blick eigentlich recht einfach aus und wäre in Deutschland auch kein Problem, schade nur, dass ich gerade in Dänemark bin.

Nachdem ich minutenlang mit einem Automaten gekämpft habe, der mich ständig nach Kopenhagen schicken wollte musste ich feststellen, dass Software einfach nicht clever genug ist Ziele im Ausland anzuerkennen. Dafür muss man erst ein paar Buttons klicken. Sehr benutzerfreundlich.

Damit aber nicht genug. Als ich nun meine Strecke gefunden habe musste ich jetzt feststellen, dass ich die Tickets nicht kaufen kann. Ohne Erklärung selbstverständlich.

Völlig entnervt bin ich dann zum Schalter und hab der guten Frau von meinen Problemen berichtet. Die war so verwirrt, dass sie erstmal alle anderen Mitarbeiter fragen musste, die wiederum meinten, dass sie keine Tickets nach Deutschland verkaufen könnten. Warum auch, wenn man nur 80 km von Deutschland entfernt ist. Nach mehrere Minuten bekam ich dann eine Telefonnummer, bei der ich einen Platz reservieren könnte und dann könnten sie mir auch das Ticket verkaufen.

Dann habe ich also angerufen und bekam von der, im unverständlichen Dänisch/Englisch-Mix sprechenden, Maschine gesagt, dass ich eine Minute warten müsse. Vielleicht habe ich die Maschine auch nur falsch verstanden, denn warten musste ich zehn Minuten. Zehn Minuten warten, nur um dann herauszufinden, dass auch sie mir kein Ticket bis nach Husum verkaufen könne.

Jetzt muss ich also morgen nochmal zur Bahn um dort mein Ticket nach Schleswig zu holen, um dann in Schleswig mein Ticket nach Husum zu kaufen. Großartig! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich beim nächsten mal schwarzfahren muss. Das wäre zumindest unproblematischer … und wir Deutschen gelten als starr und zu bürokratisch.